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KGV Kriegsbeschädigte

Düsseldorf Oberbilk 1920 e.V.

Eine Zeitreise durch 102 Jahre

Viele Besucher*innen unserer Anlage belächeln heute den Namen unseres Vereins, ohne zu wissen, welchen ernsten Hintergrund die damalige Namensgebung

„Schrebergartenverein der Kriegsbeschädigten, Kriegsversehrten und Kriegshinterbliebenen e.V." 

hatte. 

Auf dem Gelände der heutigen Phillipshalle wurde 1920 für die Kriegsbeschädigten des ersten Weltkrieges im heutigen Volksgarten Gärten angelegt, um diese Bevölkerungsgruppe in der Not der Nachkriegsjahre zu unterstützen.

1922-1923

Die Düssel wurde begradigt und es entstand ein neues Gartengelände mit 100 Schrebergärten für die Bevölkerung des angrenzenden Ortsteil Oberbilk. Es war der Treffpunkt für Erholung im Grünen und auch die Jugend wurde schon zu dieser Zeit gefördert und an das Gartenleben herangeführt.

1930

berichtete die Zeitschrift „Der Kleingarten am Rhein“ über die ersten Auszeichnungen für hervorragende Arbeit mit Jugendgruppen und erwähnte auch, dass der KGV der Kriegsbeschädigten Düsseldorf Oberbilk die erste Daueranlage in Düsseldorf ist.

Im zweiten Weltkrieg wurden aus unseren Kleingärten Unterkünfte und Laufgräben für die FLAK- Batterie, welche im Volksgarten stationiert waren.

Sofort nach dem Zusammenbruch gingen die Oberbilker Kleingärtner*innen ans Werk und bauten die Anlage auf ihrem angestammten Platz wieder auf. Es entstanden erneut Kleingärten und in den 50er Jahren kam auch ein eigenes Vereinshaus dazu. Jetzt wurde das Gelände wieder zu einem Treffpunkt der Bewohner*innen der angrenzenden Stadtteile.

Die Bundesgartenschau 1987 veränderte noch einmal alles. Ein Großteil der Anlage musste verlegt werden – 32 Gärten durften an ihrem alten Platz verbleiben und bilden heute „das alte Gelände“ des Vereins. 51 Gärten jedoch mussten weichen und wurden 1983/84 im Gebiet „Kolvenbach“ neu angesiedelt. Hier entstand innerhalb nur eines Jahres aus einer Müllkippe ein neues Gartengelände, das sich nahtlos in die BUGA integrierte. Zu diesen 51 

Gärten wurden dem Verein weitere 15 bestehende Gärten nach ihrer Sanierung 1984 zugesprochen.

Die 13 Mustergärten in der Bundesgartenschau 1987 wurden seit 1986 von Mitgliedern unseres Vereins betreut und dem Verein nach Beendigung der Bundesgartenschau übergeben. Noch heute kann man die ideenreichen Bauprojekte im „neuen Gelände“ bewundern und auch bei einem Plausch am Gartenzaun etwas über ihre Geschichte erfahren.

Unser Verein versteht sich seit jeher als Teil des öffentlichen Grüns der Stadt Düsseldorf und viele Besucher*innen schlendern täglich durch unsere Anlage, um die Ruhe zu genießen, die Blütenpracht zu bewundern oder auch um etwas über die Geschichte des Vereins zu erfahren.

Auch die Gedenkstätte am Eingang zum Gelände Stoffeler Kapellenweg 80 legt Zeugnis über das dunkle Kapitel deutscher Geschichte ab, als hier 600 Häftlinge in einem KZ-Außenlager untergebracht waren und zur Trümmerbeseitigung nach Fliegerangriffen eingesetzt wurden.

Das Projekt „Erinnerungszeichen KZ-Außenlager“ der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf wurde von acht Schulen aus den betreffenden fünf Stadtbezirken unterstützt. Mit diesem Projekt soll die Erinnerung an dieses Kapitel der Düsseldorfer Stadtgeschichte während des Nationalsozialismus wachgehalten werden. 


Die wichtigsten Zeugen findet man aber auch noch im Gelände selber. Es sind mit den Jahren leider weniger geworden, aber wir sind stolz darauf, dass sie immer noch Teil unserer Garten- Gemeinschaft sind. Es sind unsere ältesten Kleingärtner*innen, die viel Bewegendes aus den vergangenen Zeiten zu berichten wissen – überliefert oder auch selbst erlebt. Ihnen gebührt unser Dank dafür, dass unsere Anlage über die vielen Jahre zu dem wurde was sie heute ist.

 
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Erinnerung

an ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte.

Die Gedenkstätte, am Eingang zu unserer Anlage, ist eines von fünf Erinnerungszeichen in Düsseldorf.

In einem stadtweiten Projekt erarbeiteten rund 100 Düsseldorfer Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen - unterstützt von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf - einheitliche Erinnerungszeichen für die Düsseldorfer Außenlager.

Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie über den Button